Jede Zucht hat ein Ziel...

... und unser Ziel ist es nicht, viele niedliche Kaninchen in die Welt zu setzten, die Kinder für kurze Zeit belustigen und dann lautlos und unauffällig in einem Käfig ihr Leben fristen.

Unser Ziel ist es nicht, besonders kleine Kaninchen mit runden Köpfchen und kleinen Öhrchen zu züchten, die bald an Zahnfehlstellungen und Schnupfen leiden.

Unser Ziel ist es auch nicht, stockwerkeweise Kaninchen in den Ställen sitzen zu haben, damit bei Anfragen immer Tiere vorrätig sind.

... und unser Ziel ist, vitale und aufgeweckte Kaninchen die Welt entdecken zu lassen.


Daher finden sie bei uns nur Kaninchen, die nicht von bestimmten Letalfaktoren (Gendeffekt, der zu frühzeitugem Tod führt), erhötes Risiko von Zahnfehlstellungen oder Schnupfen betroffen sind. Leider treten diese drei Risiken besonders bei Zwergrassen, wie Hermelin, Farbenzwerg, Löffelohrkaninchen, NHD und Minilop auf. Die deutschen Zwergwidder zählen zwar auch zu den Zwergkaninchen, sind aber von dem sogenannten "Zwergenfaktor", der bei Reinerbigkeit ein erhöhtes Jungtiersterben verursacht, nicht betroffen.

Aufzucht

Nachdem wir unsere Häsinnen zum Werfen der Jungtiere immer einzeln gesetzt hatten, sind wir nun teilweise dazu übergegangen, sie in der Gruppe zu lassen und dort die Jungen groß zu ziehen. Das hat den Vorteil, dass zum einen die Häsinnen nach der Aufzucht nicht wieder in die Gruppe zurückgesetzt werden muss, da jede Vergesellschaftung Unruhe stiftet und Stress bedeutet, und zum anderen die Jungtiere gleich in die Gruppe hineinwachsen. Wir sind sehr zufrieden mit der Lösung, da deutlich mehr Ruhe in unsere Kaninchen gekehrt ist und keine Rangfolgen mehr geklärt werden müssen. Außerdem planen wir die Würfe so, dass immer zwei Häsinnen zeitnah ihre Jungen zur Welt bekommen. Wir haben beobachtet, dass sich die Häsinnen die Aufzucht beider Jungen auch teilen und somit unterschiedliche Wurfstärken gut ausgeglichen werden.

 

Es ist uns wichtig, dass die Jungtiere lange bei der Mutter bleiben. Die Muttermilch ist das Lebenselexier jedes Säugetieres. Sie enthält wichtige Stoffe, die das junge Tier in jedem Fall braucht um fit ins Leben einzusteigen. Werden Kaninchen und andere Tiere zu früh abgesetzt, kann es zur Immunschwäche und Wachstumsstörungen kommen. Somit geben wir die jungen Kaninchen frühestens mit zehn Wochen ab.

 

In den Wochen der Aufzucht beschäftigen wir uns sehr viel mit den einzelnen Jungtieren. Schon als Nestling werden sie täglich auf Ernährungszustand und Vitalität kontrolliert, sodass es für die Tiere ganz normal ist, in menschlicher Obhut zu leben, sich anfassen und auf den Arm nehmen zu lassen. So entwickeln die Kaninchen von Anfang an Vertrauen in den Menschen und lassen ihrer spielerischen Neugierde freien Lauf.